Kohle kann bald ohne Bergbau abgebaut werden

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Die jüngste Katastrophe in der Kohlenmine von West Virginia zeigt die extremen Gefahren des traditionellen Kohlenbergbaus auf. Forscher in Deutschland bieten jedoch eine Alternative an, die die Zukunft des Kohlebergbaus verändern könnte. Die New York Times berichtet, dass eine neue Runde von Unternehmen und Wissenschaftlern daran arbeitet, den Prozess der unterirdischen Kohlevergasung (UCG) zu verbessern, um Treibhausgase einzudämmen und den Bergbau sicherer zu machen.

Was genau ist UCG? Stellen Sie sich vor, Sie bohren nach Kohle, anstatt nach Kohle zu graben. Es geht darum, Kohle im Untergrund zu backen und dabei das CO2 durch Turbinen zu leiten, um den Brennstoff zu nutzen. Mit kontrollierten Bränden und dem Druck der Schwerkraft sagen Experten voraus, dass Kohleflöze, die einst als unzugänglich galten, in Treibstoff umgewandelt werden können. Und um die in der Erde verbliebenen Löcher mit einmal vorhandener Kohle zu füllen? Bergleute würden stabilisierendes Kohlendioxid in die Leere injizieren.

Experten, die als „Kohleenergie mit Erdgas-Fußabdruck“ bezeichnet werden, argumentieren, dass diese Technologie die Treibhausgase erheblich reduzieren und gleichzeitig die gefährlichen Fallstricke des traditionellen Bergbaus vermeiden würde. UCG bleibt jedoch problematisch. Die Bemühungen in den 1970er Jahren verschmutzten die umliegenden Grundwasserspiegel. Experten sagen jedoch, dass dies jetzt ein kontrollierbares Problem ist. John Thompson ist Direktor des Kohleübergangsprogramms der Clean Air Task Force, einer gemeinnützigen Organisation, die sich auf die Reduzierung der Luftverschmutzung konzentriert. Wie er der New York Times sagte, "Die große Herausforderung bei dieser Umwelt ist der Grundwasserschaden. Befindet sich ein Standort jedoch unterhalb der Trinkwasserversorgung, werden viele der Probleme, die in den 1970er Jahren aufgetreten sind, beseitigt."

Kontaminiertes Grundwasser ist nicht das einzige potenzielle Problem. Die Kontrolle der unterirdischen Brände ist ein weiteres Problem für UCG. Einige Wissenschaftler sind besorgt darüber, wie Hitze und die daraus resultierenden chemischen Reaktionen der Vergasung Kohleflöze verändern könnten. Derzeit müssen noch reale Tests durchgeführt werden, um zu sehen, wie Erde und Gas unter solchen Bedingungen reagieren würden.

Das Konzept hinter UCG besteht seit einem Jahrhundert, aber Wissenschaftler sind erst jetzt der Meinung, dass die Technologie weit genug fortgeschritten ist, um das Gas sicher abzusaugen. Während der Ölkrise der 1970er Jahre verfolgten die USA die sowjetische Forschung mit 33 Pilotprojekten. In den 1980er Jahren wurden in Belgien und Spanien Projekte durchgeführt. Gegenwärtig befasst sich China mit der UCG-Technologie, und der Rest der Welt folgt diesem Beispiel mit Bedacht.

Letztendlich glauben Experten, dass UCG nur dann Erfolg haben wird, wenn es kostengünstig ist. Traditionelle Kohlefeuerungsanlagen kosten beim Bau mehr als 1 Milliarde US-Dollar, während die Kosten für UCG mehrere hundert Millionen US-Dollar betragen könnten. Aber sollten die ersten Projekte reibungslos verlaufen, könnten Experten das Gesicht des Kohlebergbaus für immer verändern. Wie Thompson der NY Times sagte: „Es ist eine sehr, sehr attraktive Möglichkeit, Energie aus Kohle zu gewinnen… und gleichzeitig der Welt zu ermöglichen, bis zur Mitte des Jahrhunderts tiefgreifende CO2-Einsparungen zu erzielen."

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