Großer Panda nicht mehr gefährdet

Riesenpandabär mit Bambus

Der große Panda, lange Zeit das Gesicht der Naturschutzbewegung, wurde von der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) von der Liste der gefährdeten Arten gestrichen. Die Rote Liste der bedrohten Arten der Gruppe verfolgt den globalen Erhaltungszustand der weltweiten Arten.

Der Riesenpanda hat in China eine Zunahme des Lebensraums verzeichnet, was einem Bevölkerungswachstum von 17 Prozent zwischen 2004 und 2014 zu verdanken ist. In diesem Jahr wurden in einer landesweiten Volkszählung 1.864 wild lebende Riesenpandas in China gezählt. Der Riesenpanda ist jetzt klassifiziert als "verletzlich," Dennoch sind die Aussichten laut IUCN nicht ganz positiv. Der verbesserte Status zeigt, dass die Bemühungen der Regierung, den Panda zu schützen, erfolgreich waren. Aber es gibt noch andere Hindernisse zu überwinden, sagt die Naturschutzgruppe:

Es wird jedoch vorausgesagt, dass der Klimawandel in den nächsten 80 Jahren mehr als 35% des Bambuslebensraums des Pandas beseitigt und somit die Panda-Population voraussichtlich zurückgehen wird, was die in den letzten zwei Jahrzehnten erzielten Gewinne umkehrt. Um diese ikonische Art zu schützen, ist es entscheidend, dass die wirksamen Waldschutzmaßnahmen fortgesetzt werden und aufkommende Bedrohungen angegangen werden. Der Plan der chinesischen Regierung, die bestehende Erhaltungspolitik für die Art zu erweitern, ist ein positiver Schritt und muss nachdrücklich unterstützt werden, um ihre wirksame Umsetzung sicherzustellen.

Eine Volkszählung Mitte der 70er Jahre ergab laut der World Wildlife Foundation nur 2.459 Pandas in China, was die Regierung auf die prekäre Position der Art aufmerksam machte. Seitdem steht der Panda im Mittelpunkt einer hochkarätigen Kampagne zur Rettung der Art. Seit dieser alarmierenden Volkszählung wurde Wilderei verboten, es wurden Panda-Naturreservate eingerichtet und Partnerschaften zwischen der chinesischen Regierung und Zoos auf der ganzen Welt haben zu Zucht- und Forschungsbemühungen beigetragen.

Aber Pandas sind nicht die einzigen Tiere in den Nachrichten

östlicher Tieflandgorilla

Die Nachricht ist jedoch für den Ostgorilla nicht so optimistisch. Der größte lebende Primat wurde aufgrund der illegalen Jagd von gefährdet auf kritisch gefährdet umgestellt. Die Population der Ostgorillas, die aus zwei Unterarten besteht, ist laut IUCN in 20 Jahren um mehr als 70 Prozent zurückgegangen. Die Bevölkerung wird jetzt auf weniger als 5.000 geschätzt.

Eine dieser Unterarten, der Grauer Gorilla, verlor seit 1994 77 Prozent seiner Population und ging 2015 von 16.900 auf 3.800 zurück, teilte die IUCN mit. Der anderen Unterart, dem Berggorilla, geht es etwas besser. Es hat seine Zahlen auf rund 880 erhöht.

Durch den Statuswechsel sind mittlerweile vier von sechs Menschenaffen vom Aussterben bedroht. Der Schimpanse und der Bonobo gelten als gefährdet.

„Den Ostgorilla – einen unserer engsten Cousins ​​- vor dem Aussterben zu sehen, ist wirklich bedrückend“, sagt Inger Andersen, Generaldirektor der IUCN. „Wir leben in einer Zeit des enormen Wandels und jedes Update der Roten Liste von IUCN zeigt uns, wie schnell die globale Aussterbungskrise eskaliert. Naturschutzmaßnahmen funktionieren, und wir haben zunehmend Beweise dafür. Es liegt in unserer Verantwortung, unsere Anstrengungen zu verstärken, um das Blatt zu wenden und die Zukunft unseres Planeten zu schützen. “

Andere Veränderungen, gut und schlecht

Ebenen Zebra

Weitere wichtige Änderungen auf der Roten Liste der IUCN:

  • Das einst weit verbreitete Flachlandzebra hat sich von einem bedenkenlosen Status zu einem nahezu bedrohten Status entwickelt. Die Zebrapopulation ist in den letzten 14 Jahren um 24 Prozent von rund 660.000 auf derzeit knapp über 500.000 Tiere zurückgegangen.
  • Drei Arten von Antilopen sind von einem bedenkenlosen Zustand in einen nahezu bedrohten übergegangen. Die Populationen der Lorbeerducker, Weißbauchducker und Gelbbauchducker sind in Schutzgebieten stabil, sinken jedoch aufgrund der illegalen Jagd und des Verlusts von Lebensräumen an anderer Stelle.
  • Von den 415 endemischen hawaiianischen Pflanzenarten, die bisher für die Rote Liste der IUCN bewertet wurden, sind 87 Prozent vom Aussterben bedroht. Achtunddreißig wurden als ausgestorben und vier als in freier Wildbahn ausgestorben eingestuft. Die einheimische Flora in Hawaii wird von invasiven Arten wie Schweinen, Ziegen, Ratten, Schnecken und nicht einheimischen Pflanzen zerstört.
  • Die tibetische Antilope hat Fortschritte gemacht und ist von gefährdet zu bedroht übergegangen. Die Tiere erlebten in den 80er und 90er Jahren einen starken Rückgang aufgrund von Wilderei, aber strenger Schutz hat seitdem zu Erhaltungsbemühungen beigetragen.
  • Dank eines erfolgreichen Artenwiederherstellungsplans mit Einführung in räuberfreie Gebiete wechselte die in Australien endemische größere Stocknest-Ratte von einem anfälligen zu einem nahezu bedrohten Status. Sein kleinerer Verwandter, die kleine Stecknestratte, starb im 20. Jahrhundert aus.
  • Das Wallaby mit Zügelnagelschwanz hat sich ebenfalls im Status verbessert und ist von gefährdet zu verletzlich gewechselt. Die Population ging im 19. und frühen 20. Jahrhundert aufgrund von Habitatverlust und invasiven Arten rapide zurück. Ein Umsiedlungsprogramm half jedoch, die Art in Schutzgebieten zu etablieren.
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