Hunde und Primaten haben möglicherweise einen sechsten Sinn, der es ihnen ermöglicht, Magnetfelder zu sehen

Kann dieser Siberian Husky ein Magnetfeld sehen?

Superhelden sind seit langem mit Super-Sinnen ausgestattet, zusätzlich zu dem, was bloße Sterbliche haben. (Denken Sie: Supermans Röntgenbild!) Aber was wäre, wenn Fido auch eine Superkraft hätte??

Cryptochrome sind lichtempfindliche Flavoproteinmoleküle, die in allen Arten von lebenden Organismen vorkommen, von Bakterien über Pflanzen bis hin zu Tieren. Bei Tieren sind sie Teil des Mechanismus, der den circadianen Rhythmus reguliert, der gemeinhin als „biologische Uhr“ bezeichnet wird, da er im 24-Stunden-Tag-Nacht-Rhythmus physische und mentale Veränderungen hervorruft. (In der Tat ist das, was Jetlag verursacht.)

So sieht ein Cryptochrom-Molekül in einer Computersoftware zur Proteinmodellierung aus.

Wir wissen, dass ein spezielles Kryptochrom, das in den blauempfindlichen Kegeln der Augen von Vögeln zu finden ist, es ihnen ermöglicht, sich anhand des Erdmagnetfelds zu orientieren, wodurch erklärt wird, wie sie so lange Strecken fliegen können, ohne verloren zu gehen. Bei einigen Insekten, Fischen und Reptilien wurde ebenfalls ein magnetischer Sinn beobachtet. (Dieser Sinn fehlt vor allem beim Menschen.)

Aber was wäre, wenn diese Supermacht weiter verbreitet wäre, als wir bisher dachten? Forscher des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt haben das Säugetieräquivalent des Vogelspezial-Cryptochroms in der Netzhaut von 90 Säugetierarten untersucht. Wie in Berichten von Nature Scientific berichtet, fanden die Forscher die Magnetsensoren nur bei einigen Arten.

Hunde, Wölfe, Bären, Füchse und Dachs hatten das Molekül „Cryptochrom 1“. Aber katzenartige Fleischfresser wie Katzen, Löwen und Tiger hatten das Molekül nicht. Bei Primaten, Orang-Utans, Rhesusaffen und Makaken, die Krabben fressen, wurde das Molekül ebenfalls positiv getestet.

Orang-Utan haben aktive Cryptochrom-1-Moleküle in ihrer Netzhaut.

In den positiven Gruppen der Fleischfresser und Primaten befindet sich das Molekül in den blau-UV-empfindlichen Photorezeptoren der Netzhaut und reagiert nur dann auf Magnetfelder, wenn es gleichzeitig durch Licht angeregt wird.

Aber was heißt das? Wie Gizmodo erklärt:

Es ist nicht sofort offensichtlich, wie Säugetiere wie Hunde und Primaten ihre Magnetorezeption nutzen, aber Füchse können Hinweise geben: Bei der Jagd können Füchse Mäuse erfolgreicher fangen, wenn sie in nordöstlicher Richtung auf sie stürzen. Für Primaten kann dieser eingebaute Kompass bei der körperlichen Orientierung hilfreich sein, oder es könnte sich um ein evolutionäres Merkmal handeln, das weitgehend ungenutzt bleibt.

Forscher glauben nicht, dass diese Moleküle mit dem circadianen Rhythmus der Tiere zusammenhängen, da sie für diese Funktion nicht an der richtigen Stelle in der Zelle gefunden werden.

Haben unsere vierbeinigen Freunde wirklich einen sechsten Sinn? Weitere Forschung wird erforderlich sein, um zu wissen – da wir nicht sicher sein können, dass die entdeckten Kryptochrome zur Wahrnehmung des Erdmagnetfelds verwendet werden -, aber es scheint eine echte Möglichkeit zu sein.

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