Neues prähistorisches Monster war ein Krokodil der Seefahrt

Melksham Monster

Das uralte Jura-Meer wäre ein schrecklicher Ort zum Schwimmen gewesen. Jetzt gibt es noch einen Grund, dankbar zu sein, dass Sie noch keine 160 Millionen Jahre alt waren: die sogenannte "Melksham Monster."

Paläontologen der University of Edinburgh haben die neue Art durch die Untersuchung eines stark beschädigten Fossils identifiziert, das seit fast 150 Jahren im Archiv des Natural History Museum aufbewahrt wird. Aufgrund des komplizierten Erhaltungszustandes war das Exemplar bisher ein Rätsel geblieben.

„Das Exemplar war vollständig von einem superharten Gesteinsballen mit durchlaufenden Calcitadern umschlossen, der sich während des Fossilisierungsprozesses gebildet hatte“, erklärte Mark Graham, Senior Fossil Preparationator am Natural History Museum, in einer Pressemitteilung. “Die Arbeit dauerte mehrere Stunden über einen Zeitraum von Wochen, und es musste sehr darauf geachtet werden, Schädel und Zähne nicht zu beschädigen, wenn sie freigelegt wurden.”

Die besonderen Merkmale des Schädels, des Unterkiefers und insbesondere der Zähne der Kreatur machten den Forschern klar, dass es sich um eine neue Art handelte. Das Melksham Monster, jetzt offiziell benanntIeldraan melkshamensis, war ungefähr 3 Meter lang mit kräftigen Kiefern und gezackten Zähnen. Es wäre ein Spitzenräuber in der warmen, flachen See gewesen, die einen Großteil des heutigen Europas bedeckte.

Die Entdeckung schreibt das Buch über die Evolution der prähistorischen Krokodile neu, zu denen die neue Art gehört, die als Geosaurini bekannt ist. Früher glaubte man, dass diese Gruppe von Meeresreptilien aus der späten Jurazeit vor 152 bis 157 Millionen Jahren stammte. Das Melksham-Monster stammt jedoch aus der Zeit vor 163 Millionen Jahren und wandte sich zumindest dem Mittleren Jura zu.

"Es ist nicht das schönste Fossil der Welt, aber das Melksham-Monster erzählt uns eine sehr wichtige Geschichte über die Entwicklung dieser alten Krokodile und wie sie zu Raubtieren auf der Spitze ihres Ökosystems wurden," sagte Davide Foffa von der Edinburgh School of GeoSciences. "Ohne die erstaunliche Vorbereitungsarbeit unserer Mitarbeiter im Naturhistorischen Museum wäre es nicht möglich gewesen, die Anatomie dieses herausfordernden Exemplars zu erarbeiten."

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