Tiefenwasserkorallen können ihr eigenes Sonnenlicht produzieren

tiefe Wasserkoralle

Viele Arten von Korallen leuchten – manche subtil, manche lebhafter – und tragen zur Mystik der von ihnen gebildeten jenseitigen Riff-Lebensräume bei. Wissenschaftler wissen seit einiger Zeit, warum die meisten von ihnen leuchten: Fluoreszierende Proteine ​​können als Sonnenschutz wirken. Für Korallen, die im flachen Wasser leben und ständig der Sonne ausgesetzt sind, ist das ein Lebensretter. (Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Leben lang an einer Stelle am Strand ohne Sonnencreme festgefahren.)

Aber Korallen brauchen immer noch Sonnenlicht, um zu überleben, denn mithilfe von mikroskopisch kleinen Algen, die 90 Prozent ihrer Nährstoffe für sie photosynthetisieren, werden sie am Leben erhalten. Der fluoreszierende Sonnenschutz bietet den perfekten Filter, damit diese Organismen das Sonnenlicht erhalten, das sie zur Photosynthese benötigen, aber nicht so stark, dass sie durch Strahlung verbrannt werden.

Dieses Gleichgewicht sollte jedoch bei Tiefwasserkorallen nicht genauso funktionieren. Diese Korallen sind immer noch auf eine symbiotische Beziehung zu ihren Algenfreunden angewiesen, um zu überleben, aber es gibt weit weniger Licht, das bis in die Tiefen reicht, in denen sie leben. Sie müssen das Sonnenlicht, das sie bekommen, maximieren und dürfen nichts davon ausschließen. Und doch leuchten tiefe Wasserkorallen genauso wie ihre Verwandten im Flachwasser. Was gibt?

Eine bemerkenswerte Anpassung

Wissenschaftler der University of Southampton haben endlich den erstaunlichen Grund für das Geheimnis dieser schimmernden Meerestiere entdeckt. Es stellt sich heraus, dass sie glühen, weil sie laut einer Pressemitteilung tatsächlich ihr eigenes Sonnenlicht produzieren.

Tiefenwasserkorallen produzieren eine andere Art von fluoreszierendem Protein, das eigentlich nicht als Sonnenschutz wirktabsorbiertdas blaue Licht der Tiefsee und gibt es dann als orangerotes Licht wieder ab, das eher wie Sonnenlicht aussieht und für die Algen leichter photosynthetisierbar ist. Es ist eine bemerkenswerte Anpassung.

Das Forscherteam stellte außerdem fest, dass hellrote fluoreszierende Korallen im Vergleich zu ihren nicht pigmentierten Gegenstücken auf lange Sicht eine bessere Überlebenschance hatten, was eine weitere Bestätigung dafür ist, dass die zusätzliche Leuchtkraft dazu beiträgt, die symbiotischen Algen zu füttern.

„Dies ist ein wichtiger Schritt vorwärts, um zu verstehen, wie die mysteriösen fluoreszierenden Pigmente in Korallen funktionieren," sagte Jörg Wiedenmann, Leiter des Coral Reef Laboratory an der University of Southampton. "Unsere Erkenntnisse helfen uns zu verstehen, wie die erstaunliche Vielfalt der Korallenfarben die Gemeinschaften am Korallenriff strukturiert. “

Die Studie wurde in Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht.

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