Tier mit giftgefüllten Krallen in Yosemite entdeckt

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Nach Angaben der Texas Tech University News haben Forscher ein neues Halb-Skorpion-, Halb-Spinnen-Tier entdeckt, das in den dunklen Höhlen des Yosemite-Nationalparks lauert.

Die Kreatur ist eine Art Pseudoskorpion, winzige Spinnentiere, die Bauchspinnen mit acht Spinnenbeinen und Klauen wie Skorpione haben. Im Gegensatz zu echten Skorpionen fehlt diesen Kreaturen ein langer Stachel nach dem Bauch. Normalerweise wäre das eine gute Nachricht, aber diese neue Art gleicht sie mit giftgefüllten Klauen aus.

Zum Glück ist der neue Pseudoskorpion (Parobisium Yosemite) ist auch blind, langsam und sehr klein, in der Regel nicht länger als etwa einen halben Zoll. Es gibt also noch keinen Grund, die Sommerferienpläne für Yosemite abzusagen.

Das Tier ist auch nur tief in dunklen Granithöhlen zu finden, einer der Hauptgründe, warum die Entdeckung so lange gedauert hat.

"Die Schlucht, in der es gefunden wurde, wurde vor Millionen von Jahren von einem Gletscher während einer Eiszeit geschaffen," bemerkte James Cokendolpher, einer der Forscher, die den Fund dokumentierten. "Mit der Zeit fielen Trümmer mit größeren Steinen und bildeten Haufen mit Höhlen oder unterirdischen Hohlräumen. Wir denken, hier wurde dieses Tier gefangen und hat sich zu der Art entwickelt, die es jetzt ist."

Cokendolpher sagte auch, dass es besonders ungewöhnlich sei, den Pseudoskorpion in Granithöhlen zu finden, da die meisten Höhlenbewohner in Kalksteinhöhlen leben, in denen eine bessere Luftfeuchtigkeit und der Zugang zu Nahrungsmitteln die Umwelt gastfreundlicher machen. Die neue Art ist wahrscheinlich nur das zweite Pseudoskorpion, das jemals in einem Granitgehäuse gefunden wurde.

Obwohl sie für den Menschen harmlos sind, ist die Art und Weise, wie diese winzigen räuberischen Spinnentiere jagen, dennoch unheimlich.

"Wir haben sie in Petrischalen mit angefeuchtetem Gips aufbewahrt, damit es eher wie in einer Höhle aussieht," Erklärte Cokendolpher den Texas Tech University News. "Wenn wir andere Tiere in die Petrischale einführten, ging sie rüber und klopfte auf das Tier [mit seinen giftgefüllten Krallen]. Dabei konnte es chemische Anhaltspunkte wie die Identifizierung, die Größe des Gegenstandes und die Eignung zum Essen feststellen."

Zumindest genügt es, selbst erfahrene Höhlenforscher dazu zu bringen, sich zweimal Gedanken zu machen, auf welche Art von Tap-Tap sie bei Erkundungen im Dunkeln stoßen könnten.

Sehen Sie sich hier ein ausführliches Interview mit dem Forscher Cokendolpher über die neuen Pseudoskorpione an:

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