Warum solltest du deinen Hund nicht anschreien?

ängstlicher Welpe

Sie lieben Ihren Hund, aber er treibt Sie wahrscheinlich manchmal verrückt. Vielleicht hat er eine Vorliebe für Socken oder hört nicht auf, auf deine Freunde aufzuspringen. Die Methoden, mit denen Sie ihn trainieren, können einen großen Einfluss auf seinen Stress und sein langfristiges Wohlbefinden haben, so eine neue Studie.

Mein Hund Brodie ist reaktiv, das heißt, wenn er einen anderen Hund sieht, bellt er wie verrückt und dreht sich im Kreis. Brodie will nur spielen, aber es klingt, als wäre er ein Dämon aus der Hölle. Ich befragte mehrere Trainer, und einige wollten ihn sofort mit einem Stachelhalsband oder einem Schockhalsband überziehen, um ihn in der Schlange zu halten. Stattdessen habe ich mit positiven Verstärkungstrainern zusammengearbeitet, die mir beigebracht haben, mit Leckereien, Lob und anderen Tools an Brodies Problemen zu arbeiten. Er ist noch in Arbeit und es gibt definitiv Zeiten, in denen ich in meinem Kopf schreie, aber ich nehme es meinem Hund nicht ab.

Und das wird ihn der Wissenschaft zufolge auf lange Sicht sicherlich glücklicher machen.

Forscher an der Universidade do Porto in Portugal untersuchten 42 Hunde von belohnungsbasierten Trainingsschulen, die Leckerlis oder Spiel verwendeten, und 50 von Schulen, die aversive Methoden wie Schreien und Zucken an der Leine verwendeten.

Die Hunde wurden für die ersten 15 Minuten von drei Trainingseinheiten aufgezeichnet, und Speichelproben wurden nach Trainingseinheiten und zu Hause an Tagen entnommen, an denen sie keinen Unterricht hatten. Die Forscher bestimmten den Spiegel des Stresshormons Cortisol bei jedem Hund in Ruhe und nach dem Training.

Die Forscher suchten auch nach Stressverhalten wie Lippenlecken und Gähnen und analysierten den gesamten Verhaltenszustand der Hunde, um festzustellen, ob sie angespannt oder entspannt waren.

Sie stellten fest, dass die Hunde, die in Klassen eingeschrieben waren, in denen sie mit Schreien und Leinenziehen trainiert wurden, im Unterricht einen höheren Cortisolspiegel aufwiesen als zu Hause. Sie zeigten auch mehr Stressverhalten, insbesondere Gähnen und Lippenlecken. Die Hunde, die in positiven Verstärkungsklassen waren, zeigten jedoch weniger stressbedingte Verhaltensweisen und hatten normale Cortisolspiegel in der Klasse.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Begleithunde, die mit aversiven Methoden trainiert wurden, ein schlechteres Wohlbefinden aufwiesen als Begleithunde, die sowohl kurz- als auch langfristig mit belohnungsbasierten Methoden trainiert wurden," die Forscher schließen daraus. "Insbesondere Hunde, die Schulen mit aversiven Methoden besuchten, zeigten während des Trainings stressbedingtere Verhaltensweisen und Körperhaltungen, erhöhten den Cortisolspiegel nach dem Training und zeigten in einer kognitiven Verzerrungsaufgabe einen „pessimistischeren“ Verlauf als Hunde, die Schulen mit belohnungsbasierten Methoden besuchten."

Das Papier ist vor der Begutachtung auf bioRxiv verfügbar.

Dauerhafte Auswirkungen von Stress

Hund, der mit einer Festlichkeit erzogen wird

Für den nächsten Schritt wollten die Forscher herausfinden, ob sich hartes Training chronisch auf das Wohlbefinden eines Hundes auswirkt.

Den Hunden wurde beigebracht, dass eine Schüssel auf einer Seite des Raumes immer eine Wurstspeise enthielt. Wenn es auf der anderen Seite des Raumes war, hatte es nie eine Belohnung. (Die Schüsseln wurden immer mit Wurst eingerieben, sodass der Geruch sie nie verriet.)

Dann wurden die Schüsseln in anderen Bereichen des Raumes platziert, um zu sehen, wie schnell die Hunde auf der Suche nach einem Leckerbissen auf sie zukommen würden. Die Hunde, die hart trainiert wurden, fanden die Schüssel mit Leckereien langsamer. In diesen Fällen sagten die Forscher, die negativen Erfahrungen der Hunde hätten sie zu pessimistischen Hunden gemacht. Während die positiv trainierten Hunde die Leckereien schneller fanden und hoffnungsvoller belohnt wurden.

Da diese Hunde schneller gelernt zu haben schienen, deutet dies darauf hin, dass belohnungsbasiertes Training effektiver sein könnte als härtere Methoden. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass dies daran liegen könnte, dass die Hunde bereits verstehen, wie die Auszahlung von Leckereien funktioniert. Es besteht die Möglichkeit, dass sie noch schneller lernen, wenn sie mit aversiven Techniken trainiert wurden.

Aber wenn Sie möchten, dass Ihr Hund glücklich ist, sollten Sie mit Leckereien trainieren, anstatt zu schreien, sagen die Forscher.

"Unsere Studie weist kritisch darauf hin, dass das Wohlergehen von Begleithunden, die mit aversiven Methoden trainiert wurden, in Gefahr zu sein scheint."

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