Warum zittern Hunde, wenn sie nass sind?

nasser Hund, der schüttelt, um weg zu trocknen

Schweine machen es. Mäuse machen es. Hunde machen es definitiv. Kängurus? Nicht so viel.

Warum schütteln Tiere? Die kurze Antwort ist, weil sie nass sind. Aber es steckt noch mehr dahinter — viel mehr.

In einem Artikel, der im Journal of the Royal Society Interface veröffentlicht wurde, werfen Dr. Andrew Dickerson und andere Mitarbeiter des Georgia Institute of Technology einen umfassenden Blick auf dieses seltsame Problem. Sie wollten wissen, warum es so wichtig ist, dass Tiere austrocknen und wie sie es so schnell machen. Das Forscherteam aus Biologen und Maschinenbauingenieuren hat mithilfe von Hochgeschwindigkeitsvideografie und „Fellpartikelverfolgung“ die besonderen Schütteleigenschaften von 33 Tieren, darunter 16 Tierarten und fünf Hunderassen, erfasst.

Es stellt sich heraus, dass Säugetiere mit ihrem süßen kleinen Wachtelkönig viel Energie sparen. Wenn sie nicht schütteln könnten, müssten die Tiere bis zu 20 Prozent ihrer täglichen Energie verbrauchen, nur um trocken zu bleiben.

Und fast alle pelzigen Säugetiere schütteln, um sich von Wasser zu befreien. Diejenigen, die nicht wie Kängurus, die nur einen Teil ihres Körpers schütteln, neigen dazu, in Wüstenklimas zu leben, in denen es nicht sehr schwer ist, trocken zu bleiben. Aber nicht alle Tiere schütteln gleich schnell. Kleinere Tiere scheinen schneller zu schütteln — 30 Schütteln pro Sekunde für eine Maus -, während Bären, Tiger und große Hunde im Durchschnitt nur etwa vier sind (immer noch doppelt so schnell wie der durchschnittliche Technobeat)..

Es mag süß aussehen, aber das Schütteln eines Tieres ist tatsächlich ein sehr heftiger Prozess — zumindest für das Wasser. Ein Wassertropfen, der auf dem Fell eines Tieres sitzt, wird mit einer 10- bis 70-fachen Schwerkraft abgeworfen. Das ist eine ernsthafte Fahrt! Sogar die bestausgebildeten Jagdflieger halten nur anhaltende Beschleunigungen von etwa 9 Gs aus.

Wie genau erreichen Tiere solch halsbrecherische Geschwindigkeiten? Nun, vieles hat mit all der zusätzlichen Haut zu tun. "Loses Hautgewebe von Säugetieren" — das gleiche Zeug, mit dem eine Bärin ihre Jungen herumträgt — hilft Tieren, trocken zu bleiben. Indem bestimmte Säugetiere ihr nasses und schweres Fell um ihren Körper peitschen können (wiederum: Mäuse, Tiger, Hunde, Bären), können sie sowohl die Beschleunigungsgeschwindigkeit als auch die Oberfläche erhöhen. Sie sind bemerkenswert effiziente Trockner.

Tatsächlich haben Dickerson und sein Team in einem interessanten Fund gezeigt, dass diese Tiere tatsächlich ihren Job machenso effizient wie möglich. Ein langsameres Schütteln wäre weniger effizient, während ein schnelleres weniger rentabel wäre. Die beobachteten Schüttelfrequenzen sind jeweils nahezu optimal, so dass sich die Tiere in nur wenigen Sekunden von etwa 70 Prozent des angesammelten Wassers befreien können.

Dies alles sollte für den Menschen beeindruckend sein. Wir brauchen keine Sekunden, aber Minuten, um unsere Haare zu trocknen — durchschnittlich etwas mehr als drei. Eine Menge Föhnen, die zwischen 60 und 90 Watt Strom aufnimmt. Zugegeben, im Großen und Ganzen ist das nicht allzu viel Energie, aber es ist viel mehr, als Ihr Hund braucht.

Mutter Natur gewinnt wieder!

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