Warum Länder mit den nettesten Menschen die grünsten sind

Schweizer Landschaft

Der Environmental Performance Index ist eine Methode zur Bewertung der allgemeinen Übereinstimmung von Ländern. Der Index basiert auf Algorithmen, die von Forschern aus Yale und Columbia erstellt wurden, und befasst sich mit nationalen Richtlinien und Praktiken, die sich direkt oder indirekt auf die Umwelt auswirken. Jede dieser Variablen erhält einen numerischen Wert. Bei der Ermittlung des EPI eines Landes berücksichtigen Experten die Wasserqualität, den Erhalt natürlicher Lebensräume, die Luftverschmutzung, die Pro-Kopf-Emissionen und die Nachhaltigkeit der natürlichen Ressourcen.

Vielleicht bleiben einige Nuancen der Umweltverantwortung eines Landes unberücksichtigt, aber die Hauptvariablen wie das Ausmaß der Umweltverschmutzung und die Erhaltungsmaßnahmen zeichnen ein genaues Bild.

Ein Professor am Mississauga-Institut für Management und Innovation der Universität von Toronto erkannte etwas Interessantes, als er sich die neuesten EPI-Ergebnisse ansah. Er sah, dass Länder, die im Index einen hohen Rang einnahmen, auch in bestimmten Bereichen der Erhebung von Persönlichkeitsmerkmalen gute Ergebnisse erzielten.

Die Hypothese des Forschers Jacob Hirsh mag zunächst simpel oder gar albern erscheinen. Er behauptet, dass Länder mit offenen, mitfühlenden und freundlichen Menschen auch die umweltfreundlichsten Orte der Erde sind. Kurz gesagt, nette Menschen sind gleichbedeutend mit einem grüneren Land.

Keine Hippie-Mathematik

Hirshs Forschung hat sich darauf konzentriert, zu beweisen, dass dies keine Art von mathematischer Gleichung ist; Es ist eine mathematische Realität. Unter Verwendung von Daten zu zwei spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen der Bürger jeder Nation war er in der Lage, den EPI-Wert eines Landes genau vorherzusagen. Die beiden Merkmale, die er betrachtete, waren Verträglichkeit (Mitgefühl und Empathie) und Offenheit (Flexibilität und Akzeptanz). Diagramme der Ergebnisse zeigen, dass durchschnittlich höhere Persönlichkeitswerte in diesen beiden Bereichen mit höheren EPI-Rankings korrespondierten. Hier ist das "Angemessenheit" Graph.

Agreenableness-Diagramm der Nationen

Etwas so Subjektives wie Persönlichkeitsmerkmale mit einer numerischen Bewertung zu versehen, scheint auf einer bestimmten Ebene suspekt zu sein. Hirschs Ergebnisse zeigen jedoch, dass seine Ideen etwas enthalten. Auch die Schweiz, die in den letzten beiden Umweltschutzindizes die Nummer eins ist, schnitt in den Umfragen zu Verträglichkeit und Offenheit sehr gut ab. Das gleiche Verhältnis zwischen Persönlichkeit und EPI wurde in Ländern wie Großbritannien, Österreich, Deutschland und der Tschechischen Republik gesehen. Diese Ergebnisse veranlassten Hirsch zu der Behauptung, dass die Persönlichkeit eines Landes seine Umweltfreundlichkeit beeinträchtigen könne.

«Die Einstellungen einer Person zur Umwelt lassen sich nicht nur anhand ihrer Persönlichkeitsmerkmale vorhersagen, sondern auch anhand der Persönlichkeitsprofile ihrer Bürgerinnen und Bürger.».

Ein Artikel über Hirschs Ergebnisse wurde im Journal of Environmental Psychology veröffentlicht.

Obwohl die Idee einer Verbindung zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Umweltverträglichkeit einiges zu bieten scheint, bleibt noch viel zu diskutieren.

Einer der offensichtlichsten Faktoren ist, dass er die Persönlichkeit der Menschen an diesen Orten beeinflusst. Länder, die bei den Erhebungen zu Verträglichkeit und Offenheit schlecht abgeschnitten haben, waren vor allem Länder mit geringer politischer und wirtschaftlicher Stabilität. Wie wirken sich die Realitäten des täglichen Lebens unter nicht idealen Bedingungen auf die Persönlichkeit aus??

In der Zwischenzeit wiesen Orte mit einem höheren Übereinstimmungs- und Offenheitsgrad im Allgemeinen ein höheres BIP auf und verfügten über relativ stabile Regierungen.

Dies wirft eine Henne-Ei-Frage auf: Hat die Persönlichkeit der Menschen zu einer besseren Lebensqualität oder zu einer besseren Lebensqualität geführt, die zu einer glücklicheren und offeneren Bevölkerung geführt hat? Damit Hirschs Theorie relevant ist, muss die erstere wahr sein.

Ein weiteres mögliches Problem ist, dass nur 46 Länder in den von der University of Toronto veröffentlichten Grafiken enthalten waren. Die bevölkerungsreichsten Nationen der Welt waren alle einbezogen, aber die High-EPI-Torschützen Luxemburg (Nr. 2) und Singapur (Nr. 4) waren in den Grafiken nicht zu sehen.

Trotzdem erzählen die Zahlen und Grafiken eine interessante Geschichte, und wenn Sie auf die Ergebnisse des nächsten Umweltschutzindex wetten würden, der im Januar 2016 fällig ist, könnten Sie beinahe eine erfolgreiche Wette garantieren, wenn Sie sich die Persönlichkeitsmerkmale der Länder ansehen.

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