Wer ist Maria Sibylla Merian?

Blumen von Maria Sibylla Merian

Das heutige Google Doodle ist eine Hommage an einen Künstler, dessen Name nur Kunsthistorikern bekannt ist, die sich besonders für botanische Flora und Entomologie interessieren. Die in Frankfurt geborene Naturforscherin, Entdeckerin und Illustratorin Maria Sibylla Merian (1647–1717) entstammt einer bürgerlichen Verleger- und Künstlerfamilie. Heute jährt sich ihre Geburt zum 366. Mal — genau der Meilenstein, an den sich Google gerne erinnert.

Maria Sibylla MerianMerian war fasziniert von Insekten, insbesondere der Seidenraupe. Zu einer Zeit, als nur wenige Frauen ermutigt wurden, an Kunst oder Naturwissenschaften teilzunehmen, begann sie, Motten, Schmetterlinge und Raupen unter den vorsichtigen Augen ihres Vaters und Stiefvaters zu malen. Mit 28 Jahren hatte sie ihr erstes Buch veröffentlicht, "Neues Blumenbuch," oder der "Neues Buch der Blumen," Das dreibändige Werk wurde nacheinander gedruckt und galt später als Vorbild für Künstler, Seidensticker und Schreiner.

1678 kehrte sie durch ihre Arbeit an Raupen zu ihrem Interesse zurück "Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumennahrung" — "Raupen: Ihre wundersame Transformation und besondere Nahrung aus Blumen." Dieses 1679 veröffentlichte Buch wird heute durch die Linse der Zeit als eine "großer Fortschritt in der Entomologie."

In diesen Jahren heiratete sie den Lehrling ihres Vaters und gebar zwei Töchter. Die Ehe hielt nicht lange an und Merian und die Töchter verließen Deutschland nach Amsterdam, wo sie ihre Familie durch den Verkauf ihrer Bilder unterstützte. Sie war fasziniert von der tropischen Flora und Fauna, die aus der niederländischen Kolonie Suriname nach Amsterdam kam. Aufgrund ihres Ruhmes und ihrer ungewöhnlichen Interessen wurde sie von den reichen Eliten, die diese naturkundlichen Sammlungen sammelten, eingeladen, ihre tropischen Schätze zu entdecken.

Sie studierte und malte acht Jahre lang die lokalen Sammlungen und war fest entschlossen, Suriname zu besuchen, wo sie die Flora und Insekten in der Natur malen konnte. Schließlich gewährte die Stadt Amsterdam ihr ein Stipendium für die Reise nach Suriname — ein zu dieser Zeit unerhörtes Angebot, da in der Regel nur Männer solche Stipendien erhielten.

Merian und ihre jüngste Tochter setzten 1699 die Segel. Die Frauen mussten ihre Arbeit nach nur zwei Jahren einstellen, als Merian von Malaria befallen war. Dennoch veröffentlichte sie drei Jahre später ihr Meisterwerk, "Metamorphosis Insectorum Surinamensium." Das Buch enthielt Bilder von Motten, Schmetterlingen, Käfern und Spinnen, die den damaligen Europäern unbekannt waren.

Nachdem Merian 1715 von einem Schlaganfall heimgesucht worden war, starb er 1717 im Alter von 70 Jahren als armer Mann. Nach all dieser Zeit wundern Sie sich vielleicht, warum wir uns für Maria Sibylla Merian interessieren sollten, aber ihre Fähigkeiten als Malerin und ihre Leidenschaft für Insekten haben die Wissenschaft für immer verändert . Sie malte nicht nur Insekten, sondern kultivierte sie auch und widerlegte die Theorie des Tages, dass Insekten spontan aus dem Schlamm aufgestiegen waren. Sie war auch die erste Künstlerin, die die Lebensphasen von Insekten dokumentierte. Diese Interessen galten damals als unladylike. In der heutigen Welt gilt Maria Sibylla Merian jedoch als eine der besten botanischen und entomologischen Illustratoren aller Zeiten.

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